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Okt 2016

Neues Lüftungskonzept

von REHAU überzeugt Baugenossenschaft im Baualltag

Mehrfamilienhaus-Sanierung mit Lüftungsfenster GENEO INOVENT

Beim Lüftungsfenster GENEO INOVENT von REHAU ist das Lüftungssystem unsichtbar in den Fensterrahmen integriert. Damit ist der durch die EnEV geforderte Mindestluftwechsel auch bei geschlossenem Fenster gewährleistet. Dies zahlt sich insbesondere bei Sanierungen von Mehrfamilienhäusern im laufenden Betrieb aus, wie ein beispielhafter Fenstertausch im oberfränkischen Schwarzenbach an der Saale zeigt.

Nach wie vor müssen in Deutschland zahlreiche Mietshäuser, die zum Teil noch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen, dringend energetisch nachgerüstet werden. Nur so lässt sich der Wert dieser Immobilien langfristig erhalten und die Wohnungen auch in Zukunft gewinnbringend vermieten. Der deutsche Gesetzgeber unterstützt energieeffiziente Sanierungen durch Fördermittel der KfW-Bank – wie bei einem Mehrfamilienhaus im oberfränkischen Schwarzenbach an der Saale, das der Baugenossenschaft Schwarzenbach a. d. Saale eG gehört. Es ist ein typisches Gebäude aus den 1960er Jahren bestehend aus vier abgeschlossenen Wohneinheiten mit jeweils einer Größe von ca. 70 Quadratmetern.

Zu den wichtigsten Baumaßnahmen der Sanierung zählten der Austausch der Fenster sowie der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – beides vereint im Lüftungssystem GENEO INOVENT von REHAU. Mit ihm kann die Anforderung der EnEV (§6 Dichtheit) nach einem Mindestluftwechsel in dichten Gebäudehüllen problemlos sichergestellt werden. Dabei beeinträchtigt das Lüftungssystem weder Optik noch Größe der Bauelemente: Durch den Verzicht auf eine Stahlarmierung – ermöglicht durch den Faserverbundstoff RAU-FIPRO – lassen sich pro Fenster zwei Lüfterpaare in die Rahmen integrieren. Während jeweils ein Lüfter des Lüfterpaares die verbrauchte Innenluft ansaugt und sie nach außen abführt, saugt der andere frische Außenluft an und führt sie in den Wohnraum. Mittels eines Wärmetauschers beträgt die maximale Wärmerückgewinnung 71 Prozent. Der größtmögliche Luftaustausch liegt bei 30 Kubikmeter pro Stunde und Fenster. Die Intensität des Luftstroms kann von den Bewohnern direkt am Fenster in vier Abstufungen individuell reguliert werden. Die Entscheidung für die Kunststoff-Fenster mit integrierter Lüftung von REHAU traf Projektleiter und Vorstand der Baugenossenschaft Günter Piffl erst im laufenden Bauprozess, nachdem bereits eine Wohnung ein Standard-Lüftungssystem erhalten hatte: „Der Einbau einer herkömmlichen Lüftung direkt in die Decke wäre aufwendig und mit viel Lärm und Schmutz für die Bewohner verbunden gewesen“, so Piffl. „Außerdem sind herkömmliche Lüftungssysteme oft schimmelanfällig, insbesondere in Feuchträumen wie Bäder und Küchen.“
Aufmerksam auf das neue Lüftungsfenster von REHAU, seit Frühjahr 2015 erfolgreich auf dem Markt, wurde Günter Piffl durch die Firma Stema GmbH, die nun alle weiteren Wohnungen mit GENEO INOVENT Fenster ausstattete. Eingebaut wurden insgesamt 15 Lüftungsfenster sowie sieben GENEO Fenster ohne Lüftung.

Heute profitieren die Mieter nicht nur von den Bauarbeiten ohne zusätzliche Stemm- und Bohrarbeiten am Mauerwerk, sondern auch von vielen weiteren Vorzügen, die die modernen Fenster – über den vorgeschriebenen Mindestluftwechsel hinaus – mit sich bringen.

Einer dieser Vorteile ist ein hoher Schutz vor Lärm. Die Mehrzahl der Menschen in modernen Industrienationen benötigen Frischluft für eine erholsame Nachtruhe, können jedoch ihre Fenster wegen Straßen- und Flugzeuglärm nachts nicht öffnen. Ein Fenster, das geschlossenen lüftet, ist hierfür die ideale Lösung. Das Eigengeräusch der beiden Lüfterpaare ist mit 20 dB(A) so leise wie das Ticken einer Armbanduhr. Darüber hinaus sind geschlossene Fenster der optimale Schutz vor Einbrechern, da sich diese stets den leichtesten und schnellsten Zugang zu einem Gebäude suchen wie offene und gekippte Fenster. Ein weiteres Argument, das für GENEO INOVENT spricht, ist ein in den Fensterrahmen integrierter Grobstaubfilter der Klasse G3. Dieser filtert einen Großteil an Pollen aus der einströmenden Außenluft.

Abgeschlossen war die Sanierung des Mehrfamilienhauses in Schwarzenbach im August 2016. Im Anschluss erfolgte eine gründliche Einweisung der Bewohner in die Funktion des Lüftungssystems durch die Baugenossenschaft. Günter Piffl: „Gerade ältere Menschen, wie es viele unserer Bewohner sind, öffnen gerne das Fenster. Diese mussten mit dem Gebrauch ihrer neuen Lüftungsanlage erst vertraut gemacht werden, damit sie ihre Vorzüge auch vollständig ausspielt.“

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